Kritische Masse in Mailand

Die Critical Mass ist eine Art spontane Aktion von Fahrradfahrern in Innenstädten. Die Bewegung ist in den USA entstanden und hat sich in den letzten Jahren auch in Italien verbreitet. Ihr Ziel? Eine nachhaltige Mobilität in den Städten vorantreiben und das Recht für Radfahrer auf mehr Sicherheit im Straßenverkehr einfordern.

 

Mailand. Eine Schar von Helden und Träumern versammelt sich jeden Donnerstagabend an der Loggia dei Mercanti neben dem Mailänder Dom und startet ihren Umzug durch die Straßen auf Fahrrädern jeden Typs.

Natürlich sieht man viele Fixie-Räder, aber auch klassische Citybikes und zahlreiche Vintage-Rahmen mit Ledersattel, die gleichen Räder, die man üblicherweise bei der Eroica, dem Rennen für historische Räder auf den Schotterstraßen der Toskana, sieht.

Wenn man zufällig dort gegen 22 Uhr vorbeikommt, scheint man in die Fünfzigerjahre zurückversetzt, als Fahrräder noch das wichtigste Fortbewegungsmittel in den Städten war, bevor der Autoverkehr und mit ihm Smog und Staus überhandnahmen.

Dieselben Staus, die wir jeden Tag sehen und inzwischen als Normalität ansehen, ohne uns zu fragen, was an einem Haufen Autos, die andere Autos am Fahren hindern, eigentlich normal ist.

Ein von Fahrrädern verursachter Stau hingegen? Ja, der würde uns auffallen. Und uns in Staunen versetzen. Die Welt steht Kopf: Fahrräder blockieren Autos, nicht umgekehrt.

Und das ist es, was die „kritische Masse“ jeden Donnerstagabend einfordern will: Dasselbe Recht wie Autofahrer auf eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr, dieselbe Wertschätzung, derselbe Respekt, dieselben Rechte, auch wenn es darum geht, den Verkehr zu blockieren, wenn sich eine große Gruppe gemeinsam in Bewegung setzt.

Die Kritische Masse ist ein spontanes Phänomen, ein „organisierter Zufall“, der im Jahr 1992 in den USA in San Francisco gegründet wurde, als einige Radfahrer damit begannen, sich regelmäßig zu treffen und durch die Straßen der Stadt zu fahren. Sie wollten damit der Idee Vorschub leisten, dass das Fahrrad für die städtische Mobilität das beste und nachhaltigste Verkehrsmittel ist.

In Italien kann man nicht nur in Mailand, sondern in vielen weiteren Städten an einer kritischen Masse teilnehmen, zum Beispiel in: Rom, Turin, Bologna, Brescia, Cagliari, Bari … Und in Bari findet vom 26. bis 28. Mai die Critical Mass Intergalattica 2017 statt, eine Art weltweites „Massen“-Treffen. Ein Drei-Tage-Festival von und für Fahrrad-Utopisten aus der ganzen Welt, um zu zeigen, dass eine andere Mobilität möglich ist!

 

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