Was ziehe ich heute an?

Wenn es an die Vorbereitung für eine Tour geht, stellt sich jeder Radsportler immer die klassische Frage: Was ziehe ich heute an?

Die Frage scheint eigentlich müßig, bei diesem Sport, der wirklich minimale Anforderungen an die Kleidung stellt, und dennoch ist es wesentlich, sich nicht falsch zu kleiden, damit man sich auf der ganzen Tour wohlfühlt und die Gesundheit nicht beeinträchtigt.

Alle Fahrrad-Fans wissen, dass das Problem im Sommer bei hohen Temperaturen nicht besteht, einfach aus Mangel an Alternativen: Entweder man bleibt zu Hause, oder man zieht das klassische leichte Full-Zip-Trikot, das man beim Aufstieg öffnen kann, direkt auf der Haut an … In jedem Fall: Viel Spaß beim Schwitzen. Es kann höchstens günstig sein, wenn man hoch hinaus will, ein leichtes Cape in der Tasche zu haben, um sich bei der Abfahrt vor dem Fahrtwind oder vor einem plötzlichen Gewitter zu schützen.

Aber im Frühling und im Herbst ist die Entscheidung schwieriger: Wenn Temperaturschwankungen im Laufe eines Tages die Regel sind, sollte man möglichst immer richtig bedeckt sein, damit man sich wohl fühlt.

Das bedeutet, dass man nicht übertreiben darf, weder in die eine noch in die andere Richtung! Man muss also Schwitzen ebenso vermeiden wie Auskühlung. Tolle Neuigkeit, werden Sie sagen. Aber es ist manchmal gar nicht so einfach, das richtige Gleichgewicht zu finden. Es passiert doch immer wieder, dass man die leichte Goretex-Jacke zu Hause gelassen hat, die man dann gern bei sich gehabt hätte, oder dass das lange Trikot zu einer Sauna wird …

Und im Winter? Nun, die wirklich kalte Zeit wird ja inzwischen immer kürzer, auch im Norden, so können die unerschütterlichen Radler praktisch das ganze Jahr ohne Unterbrechung strampeln, auch weil es immer mehr technische, komfortable Bekleidung gibt.

 

Ein paar Tipps

Wir beanspruchen hier natürlich nicht, Perlen der Weisheit an die Leser zu verteilen, die sicher im Laufe der Jahre und in Tausenden von Kilometern große Erfahrung in Sachen Kleidung erworben haben. Außerdem sind Kälte und Hitze absolut subjektive Gefühle, daher kann man sie unmöglich verallgemeinern und Kleidungstabellen nach Temperaturbereichen vorschlagen.

Aber was wir tun können, ist, an einen alten Spruch zu erinnern, der immer noch gilt: „Wenn du in den ersten 5 Kilometern nicht ein bisschen frierst, heißt das, dass du zu dick angezogen bist.“

Deshalb jedenfalls hier ein paar einfache Tipps/Anregungen aus der persönlichen Erfahrung von vielen Touren, die durch falsche Kleidung „ruiniert“ wurden …

 

Wo bewahre ich die Sachen auf?

Der Start am Morgen mit warmer Kleidung in der Vorstellung, sich tagsüber auszuziehen, würde bedeuten, dass man dann alles, was man nicht mehr braucht, bei sich hat bzw. es in die engen Gesäßtaschen stopfen muss – wenn man nicht gerade über ein Begleitfahrzeug verfügt. Je weniger man ausziehen muss, desto besser ist es also. Für uns persönlich war es eine Wende, als wir begannen, Unterwäsche aus Mikrofaser oder Capilene zu tragen. Sie wirkt Wunder: Sie ist warm, wenn man es braucht, und garantiert eine perfekte Atmungsaktivität, wenn die Temperatur steigt. In Kombination mit einem leichten T-Shirt oder auch einem dickeren, vielleicht aus Windstopper, wenn das Klima es erfordert, ist sie für fast alle Situationen in den „Übergangszeiten“ geeignet.

 

An- und Ausziehen

Um noch einmal auf den vorigen Punkt zurückzukommen: Im langen Trikot Rad zu fahren ist gut, solange es am Morgen kalt ist, aber wenn es dann am Vormittag wärmer wird? Eine Qual.

Das Ei des Kolumbus sind „abnehmbare“ Arm- und Beinlinge: Man zieht sie an, wenn man losfährt, und zieht sie aus, wenn man sie nicht mehr braucht, und in der Tasche nehmen sie ganz wenig Platz ein. Genial.

 

Hände und Füße
Wenn es sehr kalt ist, muss man auch daran denken, Füße und Hände warm zu halten. Wir persönlich mögen allerdings schwere Handschuhe und Überschuhe nicht besonders. Was die Hände angeht, ist es besser, auf die Sensibilität beim Lenken zu achten: Ein zu stark gepolsterter Handschuh kann das Bremsen und Schalten erschweren, daher sollte man eher ein technisches Material wählen, wie die Handschuhe für Skitouren: Sie sind leicht, können aber vor sehr niedrigen Temperaturen schützen.

Das gleiche gilt für die Beine: Gute Thermosocken sind besser als Überschuhe aus Neopren, die eher dazu führen, dass die Füße keinen Schweiß absondern können, und dadurch auf die Dauer mehr Probleme als Vorteile bringen.

 

Kleidung 2.0

Und zum Abschluss eine lustige Idee: Es gibt eine App für das Smartphone speziell für die ewig Unsicheren: Sie heißt „what to wear cycling“ und ist genau dafür gedacht, individuelle Kleidungstipps entsprechend der Tour, den lokalen Wetterbedingungen und -vorhersagen zu bieten. Ein bisschen wie damals, als Mutti uns die Kleidung zurechtlegte, um zur Schule zu gehen. Wenn ihr sie ausprobieren wollte, übernehmen wir keine Haftung …

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Cosa mi metto oggi? | Salute in sella – Selle Italia
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Cosa mi metto oggi? | Salute in sella – Selle Italia
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La domanda sembra un tantino oziosa, per uno sport davvero minimalista nell’abbigliamento, eppure non sbagliare a vestirsi è fondamentale per il benessere dell’intera uscita, oltre che per la salute.
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