DER KORREKTE ANZUG DES SATTELS

Der ideale Sattel muss die richtige Größe haben und eine korrekt eingestellte Höhe, Vor- sowie Rückverlagerung besitzen. Dies ist bekannt.

Damit auch Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleistet sind, muss der Sattel aber auch gemäß genauer Kriterien an der Sattelstütze befestigt sein. Dabei muss berücksichtigt werden, dass durch den Anzug der Klemme infolge der Reibung, die ein Verrutschen oder eine Verlagerung verhindert, Kraft auf den Rahmen des Sattels ausgeübt wird. Und gerade wegen dieser Kraft ist es nötig, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, die einen Bruch oder eine Beschädigung verhindern, was auch riskant sein kann.

Zuallererst muss sichergestellt werden, dass die Klemmbacken keine scharfen Kanten oder Grate aufweisen, die den Rahmen auf irgendeine Art zerkratzen können und ihn an dieser Stelle brüchig machen. In diesem Fall die Kanten im Vorfeld mit Schleifpapier begradigen.

Es ist zudem sehr wichtig, das korrekte Anzugsmoment (in Nm – Newtonmeter angegeben) zu ermitteln, das das Produkt zwischen der ausgeübten Kraft und der Länge des Hebels – in unserem Fall der Werkzeugschlüssel – ist. Um den Anzug der Klemme zu ermitteln, sind keine komplizierten Berechnungen nötig. Hierzu einfach die Anleitungen des Herstellers der Sattelstütze lesen, in denen der Maximalwert stets aufgeführt sein sollte. Vorsichtshalber sollte der Anzug leicht unterhalb des empfohlenen Werts liegen.

Vor allem bei sehr leichten Sätteln kann ein übermäßiges Anzugsmoment ein Quetschen der Rohre und demzufolge das Risiko einer Beschädigung hervorrufen.

Rahmen aus Carbonfaser reagieren bei Einschnitten ebenfalls sehr heikel. Und auch in diesem Fall kann die Ausübung einer zu großen Kraft an diesem spezifischen Punkt einen Bruch verursachen.

Wie geht man denn auf Nummer sicher, dass das angegebene Anzugsmoment nicht überschritten wird? Die Schrauben der Sattelstütze (die Vorsichtsmaßnahmen gelten jedoch immer für alle Fahrradteile), sollten möglichst mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werden, dank dem es durch einen Rastmechanismus möglich ist, den vorgegebenen Wert einzuhalten, der uns anzeigt, wann das gewünschte Drehmoment erreicht ist.

Ein letzter Faktor, der nicht vergessen werden sollte, betrifft die Kontaktfläche zwischen dem Sattel und der Sattelstütze. Es ist nicht einfach, Standardwerte aufzuführen, denn ausschlaggebend ist die Geometrie des Rahmens. Es kann aber gesagt werden, dass Klemmen mit einer Länge unter 32 mm Probleme verursachen könnten, weil sie den korrekten Griff an den vier symmetrischen und feststehenden Auflagepunkten nicht gewährleisten würden, um den Sattel stabil zu befestigen.

Hinweis

Selle Italien führt regelmäßig dynamische und statische Labortests mit verschiedenen Arten von Sattelstützen und den von den Herstellern empfohlenen Anzugsmomenten durch.

Die Parameter der internationalen Norm ISO 4210 über die sicherheitstechnischen Anforderungen an Fahrräder sieht die Durchführung von Tests in Bezug auf die Festigkeit und Haltbarkeit vor, bei denen an einem bestimmten Punkt am Sattel eine Kraft von 1.000 Newton ausgeübt sowie über 200.000 Belastungszyklen durchgeführt werden.

Bei den statischen Tests wird die Sitzfläche zudem mit einer Last von 100 kg beschwert und 200.000 Mal beansprucht.

Damit den Radfahrern eine maximale Sicherheit gewährleistet werden kann, will Selle Italien nicht nur diese Parameter einhalten, sondern unterzieht seine Produkte zusätzlich mehr als einer Million Zyklen und Belastungen.

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Das Festziehen des Sattels: was ist es und wie man es anpasst
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Das Festziehen des Sattels: was ist es und wie man es anpasst
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Das Spannen der Klemme ist genauso wichtig wie die richtige Größe, Höhe, Rückzug und Neigung; Dazu muss es nach genauen Regeln durchgeführt werden. Schauen Sie sich unsere Tipps an.
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Selle Italia
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