100 Dinge, die Sie nicht über den Giro d’Italia wussten

Am 5. Mai 2017 startet in Sardinien die 100. Ausgabe des Giro d’Italia.

In Wirklichkeit wurde das Rennen vor 106 Jahren etabliert und nur während der zwei Weltkriege unterbrochen.

Ein Jahrhundert im Zeichen der Herausforderung, der Ziele und legendärer Highlights, die wir hier in 100 wissenswerten Punkten zusammenfassen möchten und die Sie vielleicht noch nicht kannten.

 

Der erste Giro

Die erste Ausgabe des Giro im Jahre 1909 wurde in nur 8 Etappen ausgetragen, belief sich jedoch auf eine Gesamtlänge von 2.447 km.

Die erste Etappe war 397 km lang und startete um 2.53 Uhr am Piazzale Loreto in Mailand.

Sieger des Rennens war Luigi Ganna, geboren in der Provinz Varese, Italien. Er gewann den Preis von 5.325 Italienischen Lire.

 

Eine beträchtliche Distanz

Bei den 99. Ausgaben legten die Fahrer mehr als 346.000 km zurück, d. h. ca. 9 Mal den Erdumfang. Die längste Etappe aller Zeiten fand 1914 statt. Sie führte von Lucca nach Rom und umfasste 430,3 km. Sieger war Girardengo mit einer Zeit von 17 Std. und 29 Minuten.

Bei dieser Etappe profilierte sich auch Lauro Bordin, der kurz nach dem Start eine Bahnunterführung durchquerte und dann für mehr als 14 Stunden ausriss.

 

Der Längste und der Kürzeste

1954 gewann der Schweizer Carlo Clerici die längste Ausgabe des Giro d’Italia aller Zeiten auf einer Strecke von 4.337 km in 129 Stunden und 13 Minuten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,5 km/h.

Die kürzeste Ausgabe fand hingegen 1912 statt. Es war die Einzige, die nicht im Team bestritten wurde und „nur“ 2.439,6 km lang war.

 

Der Schnellste und der Langsamste

2013 siegte Vincenzo Nibali am Giro in einer noch nie erreichten Rekordzeit: 84 Std. und 53 Minuten.
Das Rennen wurde auf 3.341,8 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 39,092 km/h ausgetragen.

Der Fahrer, der am längsten auf dem Sattel war, ist Alfredo Binda. Er legte am Giro von 1927 eine Strecke von 3.758 km in 144 Stunden und 15 Minuten zurück, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26 km/h.

 

Apropos Durchschnittswerte

Der Russe Denis Menchov gewann den Giro im Jahre 2009 mit der Rekord-Durchschnittsgeschwindigkeit aller Zeiten: 40,167 km/h.

Der langsamste Fahrer war hingegen Alfonso Calzolari. Er legte an der Ausgabe 1914 eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 23,437 km/h an den Tag.

Was die Etappensiege betrifft, wurde die niedrigste Durchschnittsgeschwindigkeit im Jahre 2010 verzeichnet. Sie geht auf das Konto von Stefano Garzelli (18,67 km/h) im Bergzeitfahren auf den Kronplatz.

Die Rekord-Durchschnittsgeschwindigkeit bei einer Etappe gebührt dem Belgier Rik Verbrugghe, der 2001 beim 7,6 km langen Auftaktzeitfahren mit einem durchschnittlichen Tempo von ganzen 58,874 km/h regelrecht „davonflog“ – wobei zu sagen ist, dass er von einem starken Rückenwind unterstützt wurde.

 

Radfahrer und Nationen

Der Giro kann seit seinen Anfängen die Teilnahme von ca. 5.000 Radfahrern verzeichnen, etwas mehr als die Hälfte davon Italiener.

61 Teilnehmer aus 12 verschiedenen Ländern haben mindestens eine Ausgabe gewonnen.

Italien kann 68 Gesamtsiege verzeichnen, gefolgt von Belgien und Spanien mit jeweils 7 und 6 Siegen.

Italien kann zudem 1.250 Etappensiege verbuchen, Belgien 158 und Spanien 105.

Der Giro ist nicht nur Männern vorbehalten. 1924 nahm auch eine Frau teil: Alfonsina Strada.

 

Der Jüngste und der Älteste

Der jüngste Sieger des Giro war Fausto Coppi im Jahre 1940. Damals war er etwas mehr als 20 Jahre alt.

Fiorenzo Magni, der älteste Teilnehmer am Giro 1955, war hingegen 34 Jahre alt.

Andrea Noè trug 2007 für einige Tage das Rosa Trikot. Er war damals 38 Jahre alt. Als ältester Teilnehmer gilt aber Giovanni Gerbi, der am Giro von 1932 47 Jahre alt war.

 

Siege und … Disqualifizierungen

Binda, Coppi und Merckx halten den absoluten Rekord in puncto Gesamtsiege: 5.

Bei den Etappensiegen führt hingegen Mario Cipollini vor Binda, jeweils mit 42 und 41 Erfolgen.

Eddy Merckx trug das Rosa Trikot ganze 78 Mal.

Die erste Ausgabe von 1909 musste auch die ersten Disqualifizierungen verzeichnen: Bei ihrer zweiten Etappe wurden Lodesani, Brambilla, Granata und Provinciali disqualifiziert, denn sie hatten sich … in einen Zug gesetzt.

 

Die Vorsprünge

Im Jahre 1914 gewann Giuseppe Azzini die Etappe Avellino–Bari mit einer Länge von 328 km und dem Rekord-Vorsprung aller Zeiten: 1 Stunde und 3 Minuten auf Calzolari.

Im besagten Giro erreichte Calzolari in der Gesamtwertung jedoch den ersten Platz mit einem Vorsprung von 1 Stunde und 55 Minuten auf den zweiten, Albini. Der Rekord der Rekorde!

11 Sekunden beträgt hingegen der kürzeste Vorsprung zwischen dem ersten und zweiten Platz: dies war in der Ausgabe von 1948, als Fiorenzo Magni gegen Ezio Cecchi gewann.

 

Die Highlights

Sie sind unzählig und lassen sich auch nicht in einem Verzeichnis der aufregendsten Momente eines Jahrhunderts festhalten. Wir können hier aber immerhin zwei bezeichnende Beispiele aufführen.

Im Jahre 1949 überholte Coppi in der Etappe Cuneo–Pinerolo im Alleingang Maddalena, Vars, Izoard, Monginevro und Sestriere, und gewann das Rennen trotz 4 Reifenpannen mit einem Vorsprung von fast 12 Minuten auf Bartali.

Im „Fernsehzeitalter“ musste Marco Pantani in Oropa (1999) 8,5 km vor dem Ziel wegen eines Problems an der Gangschaltung anhalten und verlor eine Menge Zeit. Er stieg nach der Behebung wieder auf den Sattel, überholte 49 Teilnehmer und: siegte!

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100 Dinge, die Sie nicht über den Giro d’Italia wussten
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100 Dinge, die Sie nicht über den Giro d’Italia wussten
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Entdecken Sie alle Kuriositäten und Dinge, die Sie noch nicht über den Giro d'Italia kennen, das Rennen, das seit 100 Jahren für alle Radfahrer der Welt leidenschaftlich ist
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