Lombardei

Von Mailand nach Pavia: Bauernhöfe, Brücken und Klöster

Start

Mailand San Cristoforo

Ziel

Mailand San Cristoforo über Morimondo, Bereguardo, Pavia und Binasco

Länge

100 km

Höhenunterschied

Keins

Schwierigkeitsgrad

Mittel/niedrig

Da die Winter immer milder werden, ist in Norditalien die Radfahrsaison um einiges länger geworden als noch vor ein paar Jahren. So können wir schon Mitte Februar das Radsportjahr 2017 mit einer Tour durch die Ebene eröffnen – genau das Richtige, um sich wieder ein bisschen an den Sattel zu gewöhnen.

 

Neue Saison, neuer Sattel

A propos Sattel: Im vergangenen Jahr hatte ich Probleme mit leichten Schmerzen und verschiedenen Entzündungen … mag sein, dass es das fortschreitende Alter ist, aber jetzt wird gewechselt: neue Saison, neuer Sattel. Ich habe also den alten superharten rennerprobten Sattel in Rente geschickt und beschlossen, den Max SLR Gel Flow von Selle Italia auszuprobieren. Er müsste trotz seines extrem geringen Gewichts und einer wirklich fließenden „stylischen“ Linie einen bequemeren Sitz bieten.

Welche Form?

Dabei habe ich etwas entdeckt, was ich nicht wusste: Für jeden Radfahrer gibt es die perfekte Sattelform und -größe, genau wie bei den Shorts oder dem Trikot. Selle Italia bietet 6 verschiedene Varianten, die nach Beckenbreite und -rotation aufgeteilt sind. Zweifel bei der Wahl gibt es nicht, denn die Händler können die richtige Form mit einem neuen Messsystem, das idmatch genannt wird, in wenigen Sekunden feststellen.

Ich brauche einen L3 mit zentraler Aussparung, denn ich habe einen breiten Abstand zwischen den Sitzbeinen, die auf dem Sattel aufliegen, und eine starke Beckenrotation.

Letzten Endes wird die Straße sagen, wie es läuft. Das Gefühl zählt mehr als tausend technische Aspekte.
Wir machen 100

Und so, nach dem Mittagessen, bei einer lauen, schon frühlingshaften Sonne, starten wir zu der Tour, die man als eigentliche Testfahrt für den neuen Sattel betrachten kann.

Mit den üblichen Freunden haben wir uns für eine Strecke entschieden, die wir schon tausend Mal gefahren sind und fast mit verbundenen Augen fahren könnten, denn so kann ich mich auf die Eindrücke konzentrieren, die vom Sattel kommen: Hin und zurück von Mailand nach Pavia, genau 100 km nur in der Ebene, ins Blaue durch die lombardische Landschaft mit ihren Bauernhöfen, Flüssen und Klöstern.

Los geht es an der Kirche San Cristoforo auf dem Treidelpfad Naviglio Grande Richtung Gaggiano. Die ersten 10 km sind Radweg, doch er ist voll von Fußgängern und Joggern, die vom Radfahrer eine gewisse Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit verlangen, um Zusammenstöße zu vermeiden.
Wir lassen es bequem angehen

Schon bei den ersten Tretbewegungen scheint alles OK zu sein, abgesehen von den Beinen, die nach zwei Monaten Untätigkeit zu abgelagertem Holz geworden sind … Der Sitz im breiten Teil des Sattels dagegen ist perfekt und ich spüre keinerlei ungewöhnlichen Druck. Auch die Polsterung vermittelt, ohne übertrieben zu sein, ein angenehmes Gefühl von Weichheit.

In Gaggiano verlassen wir den Naviglio und biegen nach Südwesten Richtung Morimondo ab (17 km entfernt), wo sich eine Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert befindet.

Zeit für einen Kaffee, dann geht es weiter Richtung Parco del Ticino über Fallavecchia, Besate, Motta Visconti, Zelata bis Bereguardo (weitere 16 km ca.), wo man den Fluss auf einer malerischen Schiffbrücke überquert, einer der letzten noch funktionierenden in der Lombardei.
Null Vibrationen

Nach fast der Hälfte der Tour immer noch ein optimales Gefühl. Auch wenn der Asphalt rau und in schlechtem Zustand ist, spüre ich keine lästigen Vibrationen.

Die Serie Max nutzt nämlich ein besonderes Federungssystem mit „Shock-Absorber- Einsätzen“, die eine optimale Dämpfung garantieren.

Die Strecke geht am anderen Ufer des Ticino weiter. Nach rund zwanzig km sind wir in Pavia, wo wir den Fluss auf der historischen überdachten Brücke wieder überqueren. Ein Tipp: Für die Rückfahrt nach Mailand sollte man nicht die äußerst befahrene SP35 am Naviglio Pavese entlangfahren, sondern der Beschilderung nach Binasco folgen (nach ca. 20 km): Sie führt auf entspannenden Landsträßchen mit wenig Verkehr durch Reisfelder und Ackerland. Von Binasco durchquert man den ganzen Parco Agricolo Sud Milano, wieder in Richtung Gaggiano, um in 15 km auf den Radweg vom Anfang zurückzukehren.
Kurz gesagt

Ein paar Bemerkungen am Rand.

Die erste: Diese Strecke ist immer schön, und wenn Sie sie noch nie gefahren sind (kaum zu glauben, falls Sie aus Mailand sind), probieren Sie sie aus.

Die zweite: eine ästhetisch-funktionale Betrachtung zum Max SLR Gel Flow.

Der Sattel ist sehr elegant in der Linie und war auch nach fast 4 Stunden extrem bequem.

Er ist gerade so weich und elastisch, wie es sein soll, absorbiert Stöße und Vibrationen hervorragend und kann außerdem den Druck im Beckenbereich drastisch reduzieren, denn die zentrale Aussparung ist großzügig bemessen.

Wichtig ist, den richtigen Auflagepunkt zu finden, denn er darf nicht zu weit vorne liegen.

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Da die Winter immer milder werden, ist in Norditalien die Radfahrsaison um einiges länger geworden als noch vor ein paar Jahren. So können wir schon Mitte Februar das Radsportjahr 2017 mit einer Tour durch die Ebene eröffnen – genau das Richtige, um sich wieder ein bisschen an den Sattel zu gewöhnen.
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