Lombardei

Die Auffahrten des Giro 100: Der Mortirolopass ab Monno

Start

Monno (Provinz Brescia)

Ziel

Mortirolopass (Provinz Sondrio)

Länge

12km

Höhenunterschied

1.000 Meter

Maximalhöhe

1.852 Meter

Maximale Steigung

16%

Durchschnittliche Steigung

7,5%

Am 23. Mai 2017 hat die 16. Etappe des hundertsten Giros außer dem Stilfser Joch auf beiden Seiten auch den Mortirolo von seiner weniger bekannten Seite, nämlich von Monno in der Provinz Brescia in Angriff genommen. Diese Strecke wurde bisher erst einmal im Jahr 1990 gefahren, als zufällig auch der Damen-Giro über diesen Pass führte.

 

Der Passo della Foppa (1852 m), allgemein bekannt als Mortirolo, ist eine der anspruchsvollsten Auffahrten Europas: Eine 12 Kilometer lange, sehr steile Auffahrt mit einer teilweise unmöglichen Steigung von 20 %.

Soweit nichts Neues; jeder Radsportbegeisterte senkt bei der Erwähnung des Mortirolo ehrfurchtsvoll das Haupt.

Aber … Einen Pass erreicht man immer von zwei Seiten, das ist auch bei diesem nicht anders: Er kann sowohl von Mazzo – von der Veltliner Seite, als auch von Monno – von der Brescianer Seite erklommen werden.

Die aus Radfahrersicht berühmtere und gefürchtetere, wie anfangs erwähnt, ist zweifellos die erste, unlöslich mit dem Mythos Pantani verbundene Bergseite. Pantani gewann diese 1994, kaum 24 Jahre alt und mit noch ein paar Haaren auf dem Kopf, und zeigte der Welt des Radsports damit, dass er das Zeug für den stärksten Kletterer aller Zeiten hatte.

Diese Auffahrt wurde ganze 12 Mal in der jüngsten Geschichte des Giros gefahren, wobei sie oft zur Kulisse denkwürdiger Leistungen und Ranglisten-Umwälzungen wurde.

Der „andere“ Mortirolo

Angesichts dieses Ruhms erscheint es umso merkwürdiger, dass der Giro den Mortirolo beim ersten Mal von der anderen Seite, mit Start in Monno, in Angriff genommen hat.

Das war 1990, das erste und einzige Mal vor der 16. Etappe am 23. Mai 2017, im Rahmen des hundertsten Giros d’Italia, in der die Rennfahrer das Stilfser Joch und den Umbrailpass (die schweizerische Seite des Stilfser Jochs) erklommen haben, nachdem sie den Mortirolo von Monno hochgefahren sind. Nur zur Information, die Etappe gewann Vincenzo Nibali, während Tom Dumoulin, der erste Niederländer in der Geschichte des Giros, dann die Gesamtwertung gewann.

Die Auffahrt

Die Auffahrt beginnt in Edolo und führt 12 km mit gnädigen Steigungen, aber immer um 7–8 %, mit einem kurzen Stück mit 16 % und zum Glück einer langen falschen Ebene bergan.

Auch wenn sie als zugängliche Alternative zur Auffahrt von Mazzo gilt, ist und bleibt sie eine Kletterpartie mit 5 Sternen.

Von Edolo geht es sofort 2 km mit 8 % Steigung bis Monno hinauf, wo es mit 10 % ernst wird. Nach einem kurzen Stück scheint die Straße den Fahrern eine Pause gönnen zu wollen, aber das ist nur eine Illusion, denn sie steigt sofort wieder an auf 9–10 % und setzt sich so zirka 5 km fort.

Ein fast ebenes Stück erlaubt es, sich kurz zu erholen, bevor es an die finale Wand geht, die bis zum Pass hinaufführt. Das ist der schwierigste Abschnitt: 2 km Serpentinen mit einer Steigung zwischen 10 und 14 %, mit einem Maximum von 16 %. Endlich erlöst: Auf dem Vorplatz des Hotels Mortirolo ist das Ziel erreicht.

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